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Praxis für systemische Therapie und Beratung
Praxisanschrift: Röntgenstr. 32; D-64291 Darmstadt/Arheilgen
Die systemische Psychotherapie ist heute ein ganzheitlicher und integrativer Ansatz. Sie ist wissenschaftlich überprüft und geeignet, ein weites Indikationsspektrum erfolgreich zu behandeln.
Die Schwerpunkte in meiner psychotherapeutischen Arbeit sind u.a.: Ängste, Depressionen, Zwänge, Alkohol- und Suchtproblematiken, Essstörungen, Partnerschafts- und familiäre Konflikte, Arbeits- und Konzentrationsprobleme, Mobbing, Persönlichkeit, Identität.
Auch wenn Sie gar keine Psychotherapie im eigentlichen Sinn benötigen, wenn es Ihnen darum geht, sich selbst und Ihr soziales Umfeld besser zu verstehen, wenn Sie an Ihrem beruflichen Weiterkommen oder an einer Steigerung Ihres persönlichen Wohlbefindens und Ihrer Leistungsfähigkeit interessiert sind, können Sie von der Intensität und Reichhaltigkeit einer systemischen Beratung profitieren.
Neben Psychotherapie (Einzel-, Paar-, Familien- u. Gruppentherapie) umfaßt mein Beratungsangebot Coaching, Erziehungsberatung und diverse diagnotische und Persönlichkeitstestungen (Depressionstest, Stresstypus, Intelligenz-/Leistungstests, Persönlichkeitstests).
Eine Psychotherapie, Coaching- oder Beratungssitzung umfaßt 80 Minuten (Kosten auf Anfrage).
Die systemische Therapie ist in Österreich und der Schweiz ein von den Sozialträgern anerkanntes Therapieverfahren. Bei uns in Deutschland leider - noch - nicht. Eine Kostenübernahme ist daher nur durch Private Kassen bzw. Zusatzversicherungen möglich.
Was ist systemisch-lösungsorientierte Therapie`?
Der systemische Ansatz
Die systemische Therapie ist ein in den letzten fünfzig Jahren aus der Familientherapie entstandene Therapieform, die sich immer mehr zu einer Individualtherapie - also Einzeltherapie - entwickelt hat. Sie vereinigt neben dem familientherapeutischen Ansatz tiefenpsychologische, humanistische (z.B. klientenzentrierte Gesprächstherapie nach C. Rogers, gestalttherapeutische nach F. Perls) , hypnotherapeutische (M.H. Erickson) und kognitiv-verhaltenstherapeutische Einflüsse. Damit stellt sie eine integrative Form von Therapie dar, wie sie von führenden Therapieforschern (z.B. K. Grawe, H. Petzold) immer wieder gefordert wird.
Allerdings basiert die systemische Therapie auf einer Änderung therapeutischen Denkens: Weg von Versuchen, Pathologisches in den Individuen zu lokalisieren und hin zur Lösung präsentierter Probleme, indem angeregt wird, die Ressourcen in den Subsystemen des Individuums, in der Familie, im Freundeskreis, in Hobbys und persönlichen Fähigkeiten, und sogar in spirituellen Systemen, zu nutzen.
Grundannahmen:
- Menschen in Familien und anderen sozialen Systemen sind eng miteinander verbunden. Das Fokussieren auf diese Verbindungen ist ein gangbarer Weg, problembezogenes Verhalten zu verstehen und Änderungen zu unterstützen.
- Interaktionsmuster, Glauben und Verhaltensweisen, die Therapeuten beobachten, können sowohl als Ursache als auch als Ergebnis des Problems verstanden werden: Problem und System passen zusammen.
- Pobleme in alltäglichen Lebensweisen stehen in Beziehung zu unangemessener Anpassung an Umwelteinflüsse oder Veränderungen, entweder realisiert oder antizipiert.
- Das Fokussieren auf Ressourcen des Klienten und sein soziales Umfeld ist ein machtvoller Weg, Lösungen aufzufinden.
- Der Therapeut ist nicht ein objektiver, sondern ein teilhabender Beobachter, also ein Teil des Systems.
Aktuelle systemische Ansätze basieren weitgehend auf konstruktivistischer Erkenntnistheorie. Konstruktivismus setzt Folgendes voraus :
- Dass es keine absoluten Wahrheiten gibt und keine absolute Realität.
- Dass wir zusammen Wirklichkeit ko-konstruieren durch Sprache in einer kontinuierlichen Interaktion mit dem soziokulturellen Umfeld.
- Unsere innere Welt ist ein Konstrukt, gefärbt durch die Vergangenheit, und unsere Vergangenheit ist eine Konstruktion.
Der lösungsorientierte Ansatz
Auch der lösungsorientierte Ansatz von Steve de Shazer basiert auf einem Wechsel im therapeutischen Denken: Weg davon, Pathologisches im Menschen zu lokalisieren und hin dazu, dem Betroffenen bei der Konstruktion von Lösungen zu helfen. Der Therapeut stellt Fragen und verschreibt Aufgaben, die dem Klienten dazu dienen sollen, auf ihre eigenen Definitionen ihrer therapeutischen Ziele zu fokussieren. Dabei wird betont, dass der Klient die eigenen existierenden und möglichen Ressourcen nutzen soll.
Folgende Fragen sind zu berücksichtigen :
- Über was klagt die Person?
- Was sind die Ziele?
- Wie werden wir wissen, wann sie erreicht sind?
- Wie sieht eine problemfreie Zukunft genau aus?
- Wozu ist die Person motiviert?
- Was möchte sie?
- Was kann die Person gut?
- Welche Kompetenzkontexte gibt es im Leben des Klienten ( Fähigkeiten, Hobbys, Sport, Lebenserfahrungen, Bewältigungserfahrungen etc.) ?
- Gibt es Ausnahmen, frühere Lösungen bzw. Zeiten, als die Situation besser war?
- Augenblicke des besten Umgehens mit dem Problem
Hypnotherapie nach Milton H. Erickson
Der Psychiater und Psychotherapeut Milton H. Erickson (1901-1980) aus Arizona, USA, gilt als der Begründer der modernen Hypnosetherapie. Er ging von der optimistischen Grundannahme aus, dass der Patient alle Ressourcen zur Selbstheilung bereits in sich trägt. Anstatt Krankhaftes und Krankmachendes zu suchen, richtete er sein Augenmerk auf einen ganzheitlichen Ansatz. Somit werden psychische Prozesse gefördert, die dem Behandelten einen Zugang zu seinen unbewussten Potenzialen und Ressourcen eröffnen und eigene kreative Umstrukturierungsprozesse im Unbewussten in Gang gesetzt. "Alles zu nutzen, was hilft" ist ein Leitsatz in der Hypnosetherapie nach Erickson.
Der Therapeut versucht den Klienten in seiner persönlichen "Realitätskonstruktion", in seiner individuellen inneren Welt von Einstellungen, Werten, subjektiven Erfahrungen und Interpretationen zu verstehen und zu begegnen. Heute werden Techniken wie die Benutzung der positiven Aspekte eines Symptoms für die Lösung (Utilisation), Umdeutung und Schaffung eines neuen Bezugsrahmens (Reframing) sowie Metaphern etc. angewendet. Mittels verschiedener Techniken (Fixation eines Gegenstandes, Suggestionsformeln, Reizabschirmung etc.) werden heilende und verändernde Anteile im Unbewussten verankert.
Die Hypnotherapie ist ressourcen-, ziel- und lösungsorientiert. Die Indikationsbreite der Hypnose ist sehr weit gespannt. Sie kann in verschiedensten Gebieten der Medizin und der Psychotherapie eingesetzt werden, insbesondere zur Behandlung von Störungen, die mit unbewussten vegetativen und erlebnismäßigen Bereichen eng gekoppelt sind. In jüngster Zeit wird sie auch zusehends als begleitende Maßnahme bei angsterfüllten Situationen wie Zahnarztbesuchen, als Vorbehandlung vor Operationen oder Prüfungssituationen eingesetzt und als unterstützende Maßnahme bei Suchtkrankheiten, Essstörungen, Raucherentwöhnung u.v.a.m.. Nicht zuletzt hat sich die Hypnose bei der Verbesserung der persönlichen “Performance” in Beruf und im privaten Umfeld sowie zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens eindrucksvoll bewährt.
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