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Wo immer Menschen zusammenleben und zusammenarbeiten, in Familie, Partnerschaften, Arbeitsteams, Organisationen, kommt es zu Konflikten. Konflikte sind an sich weder gut noch schlecht, entscheidend ist, wie damit umgegangen wird. In einer Welt allgegenwärtiger Konflikte wird ein persönliches Konfliktmanagement und die Fähigkeit, in Konflikten zu beraten und zu vermitteln immer wichtiger. Diese Kompetenzen werden auch immer gefragter. Tätigkeitsfelder hierfür ergeben sich in Schulen, in der Paar- und Familienberatung, in Organisationen oder in der Erziehungsberatung.
Das Konzept
Die Weiterbildung besteht aus vier (4) abgeschlossenen Seminarblöcken, die einzeln gebucht werden können. Voraussetzung für die Zertifizierung zum systemischen Konfliktberater/Moderator ist die Belegung aller vier Seminare zum Paketpreis (siehe unten).
Ihr Nutzen
Über Ihr persönliches Konfliktmanagement hinaus sind Sie in der Lage, Konflikte in ihrem persönlichen Umfeld, im Umfeld ihrer Kinder, ihrer Schüler oder Schutzbefohlenen, im Rahmen ihrer Führungstätigkeit zielorientiert moderieren zu können.
Die Seminarblöcke
1. Konflikte erkennen und konstruktiv bewältigen
"Konflikte wahrnehmen" kommt vor "Konflikte interpretieren". Effektives Konfliktmanagement setzt beim Wie an. Wesentlich ist, die konkreten Interessen und Bedürfnisse genau herauszuarbeiten und in den Mittelpunkt zu stellen (statt die unterschiedlichen Positionen). Wenn die Interessen und Bedürfnisse klar geworden sind, ist schon mehr als die Hälfte des Weges zurückgelegt. Gefühle zu erkennen und zu verstehen (die eigenen und die der anderen) und damit konstruktiv umzugehen ist eine weitere Grundbedingung effektiven Konfliktmanagements.
Inhalte:
- Konfliktarten, Ursachenherde
- Individualpsychologische Voraussetzungen für Konflikt, Gewalt und Aggression
- Bedürfnisse und persönliche Konflikt-Historie erkennen
- Systemisch-strukturelle Voraussetzungen
- Sach- und Beziehungsebene
- Konfliktdynamik, Eskalation
- Konfliktfolgen
- De-Eskalation und Bedürfnisausgleich
- Methoden des Selbstcoaching (Umgang mit Stress u. Ärger)
2. Konfliktgespräche zielorientiert führen
Der Kern jeder Konfliktbehandlung ist immer noch das direkte Gespräch von Mensch zu Mensch. Von daher werden die kommunikativen Grundfertigkeiten trainiert, auf denen jeder Konflikt-Dialog basiert:
Inhalte:
- Destruktive und konstruktive Dialoge
- Aktives, verstehendes Zuhören
- Feedback-Techniken
- Sender- Empfänger-Modell
- Grundlagen der Transaktionsanalyse
- Die fünf Schritte des konstruktiven Konfliktdialogs
- Spezieller Konfliktdialog/Umgang mit Kindern u. Jugendlichen
3. Konflikte moderieren
Ab einer bestimmten Konfliktstufe ist fast die gesamte Energie nur noch auf den Konflikt ausgerichtet; die Sachlösung tritt in den Hintergrund. Die Konflikt-Moderation hilft den Parteien zu erkennen, welche Interessen und Motivationen sich hinter den Positionen befinden und damit Verständnis für den jeweils Anderen zu entwickeln. Aus dem Erkennen von Interessen und “eigentlich” guten Absichten wachsen gegenseitiger Respekt und Vertrauen als Basis für neue Lösungsideen.
Inhalte:
- Rolle und Aufgaben des Moderators
- Moderationsmethoden
- Die fünf Schritte der Konfliktmoderation
- Konfliktmoderation speziell bei Kindern u. Jugendlichen
4. Mobbing - Selbsthilfe und Moderationsstrategien
Mobbing bedeutet soviel wie anpöbeln, fertig machen, schikanieren oder diskriminieren und ist vor allem ein Problem in der Arbeitswelt. Experten schätzen, dass jeder zehnte Arbeitnehmer in Deutschland schon einmal von Mobbing betroffen war. Doch auch in den Bereichen Schule und Familie ist das Schikanieren längst keine Seltenheit mehr. Mobbing ist psychische Gewalt und gezielter Angriff auf die Gesundheit einer Person zum Zwecke der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung aus einer sozialen Gemeinschaft. Das Mobbing geht über den "alltäglichen Konflikt" weit hinaus, mit verheerenden Folgen. Es stellt für Betroffene sowie für den Vermittler/Berater (Führungskräfte, Teamleiter, Eltern, Lehrer) eine dementsprechend grosse Herausforderung dar. Wenn Sie von Mobbing betroffen sind, sollten Sie sich nicht in die Opferrolle fügen! Handeln Sie! Wenn Sie als verantwortliche Person (Eltern, Lehrer, Führungskraft) Mobbing beobachten, werden Sie aktiv!
Inhalte:
- Ursachen des Mobbing
- Folgen und Auswirkungen
- Prävention und Intervention
- Selbstcoaching-Techniken
- Rechtliche Fragen
- Umgang, Vermittlung/Moderation (in der Rolle als Eltern, Lehrer, Führungskraft, Jurist)
Für wen ist die Weiterbildung gedacht?
Interessenten sind alle verantwortlichen bzw. sich verantwortlich fühlende Personen, die als Betroffene oder als Beobachter mit Konflikten zu tun haben: Eltern, Erzieher, Lehrer, Führungs-kräfte, Trainer, Therapeuten, Berater, Coaches, Juristen.
Methodik
Kurzvortrag, Rollenspiele. Mitgebrachte bzw. vorgegebene Fälle werden analysiert, Handlungsstrategien entworfen, Techniken der Moderation praxisnah geübt.
Umfang
4 Wochenend-Seminare (Fr. 18 - 21.30 Uhr; Sa. 10 - 16.30 Uhr)
Gesamt: 4 x 12 = 48 UE
Teilnahmegebühren
4 x 160 € = 640 € Paket: 640 € für Mitglieder (zahlbar in zwei Monatsraten a 320 €)
4 x 180 € = 720 € Paket: 720 € für Nichtmitglieder (zahlbar in zwei Monatsraten a 360 €)
Zertifikat "Systemischer Konfliktberater/Moderator”
- Seminare 1-4
- Arbeitsgruppe 10 Stunden (Fälle bearbeiten)
- Literaturstudium ca. 20 Stunden (Literaturliste wird mitgegeben)
- Abschluß-Colloquium (mündl. Gruppenprüfung)
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